Spanisch als dritte Fremdsprache am Hölderlin-Gymnasium

Spanisch kann am Hölderlin-Gymnasium ab der 8. Klasse erlernt werden.

Spanisch hat am Hölderlin-Gymnasium inzwischen eine über 15-jährige Tradition und wird in den letzten Jahren von einem deutlichen Großteil der Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Jahrgänge gewählt.

Was spricht dafür, Spanisch in der Schule zu lernen?
Spanien ist doch nur eines der vielen Länder der Europäischen Union und ist nicht einmal direkter Nachbar Deutschlands. Welche Gründe sprechen aber für Spanisch?

Die heutige Bedeutung der spanischen Sprache in der Welt.

 

Spanisch wird von über 350 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Damit liegt Spanisch zwar deutlich hinter dem Mandarin-Chinesisch, aber sogar noch vor der Weltsprache Englisch! Hinzu kommen geschätzte 100 Millionen Menschen, die Spanisch als Zweitsprache sprechen.

Nicht zuletzt deshalb ist Spanisch eine der sechs Amtssprachen der UNO; auch in anderen internationalen Organisationen ist Spanisch Amtsssprache (z.B. UNESCO, Welthandelsorganisation, EU).

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden Württemberg räumt dem Spanischen daher ebenfalls eine große Bedeutung ein:

Spanisch ist (...) eine der am meisten gesprochenen Weltsprachen. (...) Der Spanischunterricht vermittelt Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler im modernen Europa der offenen Grenzen und weltweit für Kontakte mit Hispanohablantes (Spanischprachige - d.Verf.) benötigen. Er ermöglicht ihnen, ihre fremdsprachlichen Fähigkeiten für Studium und Beruf zu erweitern und so ihre Zukunftschancen zu verbessern“ (Bildungsplan 2004).

In anderen Bundesländern in Deutschland ist Spanisch inzwischen sogar die zweite Fremdsprache.

 

Weltweit ist das Spanisch in mehr als 20 Ländern der Erde Amtssprache. Dies bezieht sich hauptsächlich auf den süd- und mittelamerikanischen Kontinent, aber auch auf die Länder Äquatorialguinea, die Philippinen und natürlich Spanien.

 

Dadurch, dass die Vereinigten Staaten von Amerika seit Jahren eine hohe Zahl an Einwanderern aus spanischsprachigen Ländern haben, hat sich Spanisch in den USA inzwischen als erste an den Schulen und Universitäten unterrichtete Fremdsprache etabliert. Es leben immerhin 30 Millionen Spanischsprachige in den USA. In manchen Gegenden im Süden der USA (z.B. Kalifornien) hat das Englische große Mühe seine Position zu behaupten ...

 

Wie ist der Spanischunterricht am Hölderlin-Gymnasium organisiert und was sind seine Inhalte?

Folgende Stundenverteilung wartet auf interessierte Schülerinnen und Schüler:

Klasse 8

4 Std. / Wo

Klasse 9

4 Std. / Wo

Klasse 10

4 Std. / Wo

Kursstufe 1

4 Std. / Wo

Kursstufe 2

4 Std. / Wo

 

Selbstverständlich kann von ihnen nicht erwartet werden, dass sie die Sprache perfekt beherrschen: Die Schülerinnen und Schüler müssen aber die spanische Sprache hörend und lesend verstehen und sie sprechen und schreiben können, wie im Fach Englisch und Französisch.

In den ersten zweieinhalb bis drei Schuljahren wird mit Lehrbüchern (und dazu gehörigen Materialien) gearbeitet. Diese werden von den Lehrkräften durch eigene, aktuelle Materialien ergänzt. In der sogenannten Lehrbuchphase werden die grammatikalischen Strukturen eingeführt, geübt und vertieft. Der Wortschatz wird sukzessive ausgebaut.

Die Lehrbücher geben ebenso anfängliche Einblicke in das Kulturgut einiger spanischsprachiger Länder.

In der Kursstufe werden diese landeskundlichen Inhalte vertieft.

Im Laufe der fünf Jahre Spanischunterricht erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass sich die spanische Sprache und Kultur aufgrund historischer Ereignisse über die Welt verbreitet hat, die den meisten schon bekannt sind – das wichtigste Datum der Geschichte war z.B. die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus. Viele wissen nicht, dass Kolumbus mit seinen drei Schiffen 1492 von (Süd-)Spanien unter spanischer Flagge aus startete, nachdem gerade auf der Iberischen Halbinsel die Herrschaft der 700 Jahre lang in Spanien dominierenden Araber mit ihrer sehr weit entwickelten (muslimischen) Kultur beendet worden war. Es folgten mehrere Jahrhunderte der spanischen Kolonisierung des amerikanischen Kontinents (parallel zur eher englischsprachigen Besiedelung des nordamerikanischen Kontinents) und letzlich – im Zuge der Entwicklung freiheitlicher und aufklärerischer Ideale im gesamten amerikanischen Raum – die (meist gewaltsame) Lösung der Menschen von den sie bislang unterjochenden europäischen Kolonialmächten. So sind Simon Bolívar und José de San Martín für Südamerikaner die Befreier, wie es George Washington für die Nordamerikaner ist.

Aktuelle Themen gehören selbstverständlich entscheidend zu den Inhalten des Spanischunterrichts. Exemplarisch hierfür sei die problematische wirtschaftliche, politische und soziale Situation Lateinamerikas genannt. Starke Migrationsströme in die USA sind eine Parallele zu dem Versuch vieler Afrikaner über Spanien nach Europa zu gelangen. Wie man auch immer solch einem brisanten Thema gegenübersteht, ist es doch wichtig zu wissen, dass noch vor wenigen Jahrzehnten Menschen aus sehr ähnlichen Gründen aus Europa in Richtung Lateinamerika flüchteten.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten durch den Spanischunterricht eine globale Sicht:

Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in der Welt können ohne die Berücksichtigung des amerikanischen (also spanisch- und englischsprachigen) Raumes nicht vorgenommen werden. Analog zur politischen und wirtschaftlichen Union der europäischen Länder gibt es in Amerika (gemeint ist der gesamte Kontinent) seit einigen Jahren Bestrebungen sich in in überregionale Bündnisse zu begeben. Den meisten dürfte die NAFTA (wirtschaftliche Freihandelszone der Länder Kanada, Mexiko und USA) oder Mercosur (Mercado Común del Sur = Gemeinsamer Markt des Südens bestehend aus den Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) bekannt sein. Jüngeren Datums ist die FTAA/ALCA (Free Trade Area of the Americas/Area de Libre Comercio de las Américas) und ganz aktuell die CSN (Comunidad Sudamericana de Naciones).

Allerdings werden nicht nur wirtschaftlich gewinnbringende“ und historische Themen im Unterricht behandelt, sondern auch die schönen“ Künste, in deren Bereich die spanischsprachige Welt einiges zu bieten hat. Hier ein Überblick über mögliche Themen:

  • lateinamerikanische Künstler: der mexikanischen Malerin Frida Kahlo wurde im gleichnamigem Film durch Hollywood jüngst eine Hommage zuteil

  • spanische Künstler wie Picasso, Miró, Dalí, die die Kunst des 20. Jahrhunderts prägten oder auch Goya und Velázquez des 19. Jahrhunderts

  • spanische Schriftsteller, wie Cervantes mit seinem Don Quijote

  • lateinamerikanische Schriftsteller, wie Márquez (Nobelpreisträger mit Hundert Jahre Einsamkeit) oder Isabel Allende (Das Geisterhaus)

  • Besonders (aber natürlich nicht nur) bei Jugendlichen erfreut sich spanischsprachige Musik gehobener Beliebtheit, insbesondere in den letzten Jahren hat sie sehr zugelegt: Musiker(innen) wie Shakira, Ricky Martin, Gloria Estefan, Orishas, Juanes u.v.m. sind international anerkannt.

Spanisch zu lernen heißt Kenntnis einer weiteren Sprache und mehr Wissen und Einsichten über Kultur und Geschichte eines Großteils der Welt zu erlangen, es heißt aber auch einen weiteren Schlüssel für den Zugang zur modernen Arbeitswelt zu erhalten.

Um den Schülerinnen und Schülern des Spanisch-Profils einen ersten persönlichen Eindruck zu vermitteln, bieten wir die Möglichkeit, an einer Sprachfahrt nach Roses teilzunehmen. Es können auch Möglichkeiten für einen Privataustausch mit Chile vermittelt werden.

Viele unserer ehemaligen Spanischschülerinnen und -schüler bewegen sich inzwischen sicher zwischen Feuerland und Alaska und haben z.T. dank ihrer Spanischkenntnisse interessante berufliche Karrieren eingeschlagen.


gez. Die Fachschaft Spanisch

Fr. Weber-Häuptle, Fr. Schurr, Fr. Heusel, H. Weber, H. Sicheneder 


Español como tercera lengua extranjera en el Hölderlin-Gymnasium

En el Hölderlin-Gymnasium se enseña la lengua castellana como asignatura optativa a partir del curso 8°. 

La enseñanza del español en el Hölderlin-Gymnasium es una asignatura que ya tiene una tradición de más de 15 años, y año por año cada vez más estudiantes están optando por ella.

España sólo es uno de los tantos países de la Unión Europea, ni siquiera es vecina directa de Alemania. ¿Qué serían, pues, las razones por estudiar la lengua castellana en un instituto secundario?

La importancia de la lengua castellana en el mundo hoy en día

El castellano es la lengua materna de más de 350 millones personas. Con ello, el castellano se encuentra en el segunda lugar, lejos, claro está, del mandarín (China), pero por encima incluso de la lengua franca mundial, el inglés. A esto hay que añadir unas 100 millones personas que hablan el castellano como segunda lengua.

Por eso, el castellano es uno de los seis idiomas oficiales de la ONU; también es idioma oficial en otras organizaciones internacionales (p.e. la Unión Europea, la UNESCO, la Organización Mundial del Comercio).

El Ministerio de Cultura, Juventud y Deporte de Baden-Wurtemberg, también le concede gran importancia al castellano: “El español es uno de los idiomas más hablados en el mundo. La enseñanza del español proporciona competencias que los alumnos y alumnas necesitan para comunicarse con hispanohablantes en la Europa moderna y en el mundo. Les permite ampliar los conocimientos lingüísticos que necesitarán en las carreras universitaria y profesional y que mejorarán sus oportunidades para el futuro.” (Bildungsplan 2004)

En muchos otros Länder de Alemania, el castellano se estudia incluso como lengua extranjera segunda. A nivel mundial el castellano es idioma oficial en más que veinte países, en América del sur y central, en los países de Guinea Ecuatorial, las Filipinas y, por supuesto, España.

Desde hace varios años, los Estados Unidos experimentan una enorme emigración de países hispanohablantes, por eso el castellano se ha convertido en la primera lengua extranjera enseñada en colegios y universidades. En EEUU viven 30 millones hispanohablantes. Tal es el auge del castellano, que en algunas regiones en el sur de los EEUU (p.e. en California) el inglés tiene muchas dificultades de mantener su liderato. Por eso algunos estados en el suroeste han decidido de declarar explícitamente el inglés como idioma nacional en sus respectivas constituciones.

Los contenidos de la asignatura en el Hölderlin-Gymnasium

A los alumnos interesados les espera el siguiente horario:

 

G8

curso 8°

4 h a la semana

curso 9°

4 h a la semana

curso 10°

4 h a la semana

curso 11°

4 h a la semana

curso 12°

4 h a la semana

 

Naturalmente no se les puede exigir a los alumnos que lleguen a dominar el idioma perfectamente. Eso sí, deben entender el idioma leyendo y escuchando y expresarse oralmente y por escrito, tal como es el caso en las asignaturas inglés y francés.

En los primeros dos años y medio se trabajará con libros de texto y los materiales de estudio correspondientes (cuadernos de actividades etc.). Estos serán complementados por los profesores con propios materiales actuales. En esta primera fase se introducirán, se practicarán y se profundizarán las estructuras gramaticales del idioma. El léxico se aumentará progresivamente.

Los libros de texto introducen a la cultura y civilización de algunos países hispanohablantes. En la “Kursstufe” (curso 11 y 12) estos contenidos se profundizarán.

A lo largo de los cinco años de enseñanza del castellano, los alumnos entenderán que la lengua y la cultura hispana se han distendido por todo el mundo a causa de acontecimientos históricos, comenzando con un acontecimiento que muchos conocen: el descubrimiento de América por Cristóbal Colón. Lo que muchos ignoran es que Colón partió con sus tres caravelas bajo la bandera española después de que se había rendido el reino árabe de Granada, último residuo de una cultura musulmana altamente desarrollada que había dominado la península ibérica durante varios siglos.

Al descubrimiento americano siguieron varios siglos de colonización hispana (paralela a la colonización inglesa del continente norteamericano) y finalmente – en el marco del desarrollo de los ideales liberales de la Ilustración en toda América – el desprendimiento generalmente violento de la población americana de las potencias coloniales europeas: Simón Bolívar y José de San Martín representan en el sur lo que George Washington es para los EEUU.

Por supuesto el tratamiento de temas actuales también son un elemento fundamental de la enseñanza del español. Un ejemplo es la problemática situación política, económica y social de Latinoamérica. Las fuertes corrientes migratorias que entran a los EEUU tienen su paralelo en el intento de muchos africanos de encontrar un futuro en España. Sea como sea la actitud frente un tema tan explosivo, es importante tener en cuenta que hace poco mucha gente huyó de Europa por motivos parecidos en dirección a Latinoamérica.

La enseñanza del español les permite a los alumnos adquirir un punto de vista global, que es un aspecto importante si tenemos en cuenta que el desarrollo económico mundial no se puede observar sin considerar la región americana (hispanohablante y angloparlante). En analogía con la unión política y económica de los países europeos, ha habido intenciones de establecer alianzas supraregionales en los continentes americanos. Muy conocidos son el MERCOSUR (Mercado Común del Sur), el NAFTA (Tratado de Libre Comercio de América del Norte entre los países de los EEUU, México y Canadá), más joven es la creación del ALCA (Area de Libre Comercio de las Américas, ingl: FTAA) y, aún más reciente la CSN (Comunidad Sudamericana de Naciones).

Pero no se tratan sólo los temas “útiles” económicos e históricos, sino también las expresiones culturales en el arte, la música y la literatura, tan ricas en el mundo hispanoamericano:

  • Artistas latinoamericanos: Frida Kahlo, la pintora mexicana, fue homenajeado recientemente por Hollywood con una película que llevaba el nombre de “Frida” como título.
  • Artistas españoles como Picasso, Miró o Dalí que marcaron el arte en el siglo XX o Velázquez y Goya en los siglos XVII y XIX, respectivamente.
  • Escritores españoles como Cervantes, tan famoso por su Don Quijote.
  • Escritores latinoamericanos como Gabriel García Márquez (Premio Nobel con su novela Cien años de soledad) o Isabel Allende (La casa de los espíritus)
  • Muy apreciado por los jóvenes (y mayores, por supuesto) es la música popular en lengua castellana que sobre todo en los últimos años ha tenido un auge insólito. Cantantes como Shakira, Ricky Martin, Gloria Estefan, Orishas, Juanes etc. son artistas reconocidos en todo el mundo.

Aprender castellano no sólo significa obtener el conocimiento de una lengua más, o el conocimiento y la comprensión de la cultura e historia de una gran parte del mundo, también significa recibir una llave más que permite el acceso al mundo laboral actual.

Intercambios

Para proporcionarles una primera impresión personal del mundo hispano, les ofrecemos a los alumnos de español la posibilidad de participar en un viaje de estudios a Roses. También se pueden gestionar intercambios privados con Chile.

Muchos de nuestros antiguos alumnos de español se mueven seguros entre Tierra del Fuego y Alaska, y lograron acceder a carreras profesionales interesantes.