Vom Muschelessen zur Mathematik

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Ich hatte nicht gerade eine einfache Kindheit. Mein Vater gab sich alle Mühe meiner Mutter, meinem Bruder und mir das Leben schwer zu machen.
Nie konnte man es ihm recht machen. Immer war er unzufrieden. Besonders über die schulischen Leistungen von uns Kindern regte sich mein Vater auf. Dann schimpfte er über das Schulsystem und die Husch-husch-Bildung der Gesellschaft. Er war der Meinung, dass unsere Bildung nicht gründlich genug und unvollständig war.
Ich brachte immer ein gutes Zeugnis nach Hause, doch nach meinem Vater waren die Noten zu dieser Zeit nichts mehr wert. Meine Einsen seien Scheineinsen und völlig wertlos, sagte er immer. Auch musikalische Bildung war ihm ein Dorn im Auge. Viel wichtiger seien die Logarithmen und die Naturwissenschaften.
Meine guten Noten reichten zwar nicht für die Anerkennung meines Vaters aus, aber sie schützten mich vor dem unendlich großen Zorn, den er bei schlechten Leistungen aufbringen konnte. Mein Bruder hingegen war dem Zorn meines Vaters hilflos ausgeliefert. Wenn es Zeugnisse gab, traute sich mein Bruder schon oft gar nicht nach Hause, solche Angst hatte er vor meinem Vater.
Nicht selten kam mein Bruder blutig geschlagen und eingeschüchtert aus dem Wohnzimmer gelaufen.



Schreibprojekt 3