Unterweisung im Lesen
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Das Lesen ist eine Tätigkeit, die viel Ruhe und Übung benötigt, so empfiehlt es sich, ein stilles Plätzchen zu suchen.
Gelesen werden kann im Stehen, Sitzen und Liegen, in Ausnahmefällen auch im Gehen. Da dies jedoch sehr viel Geschick und Konzentration erfordert, wird hier nicht weiter darauf eingegangen. Das lesen im Liegen führt häufig zu Verspannungen und so lässt sich nur das Lesen im Sitzen oder im Stehen empfehlen.
Ein Buch (der Gegenstand in welchem wir lesen wollen) besteht aus einer meist harten Umhüllung auf 3 Flächen des Buches, genannt Buchdeckel, und aus übereinandergelegten Blättern aus Holzfasern in variierender Menge, genannt Seiten. Auf diesen Seiten befinden sich Schriftzeichen, die nach einem System geordnet: Schriftzeichenketten werden mit Auslassungen unterbrochen und von links nach rechts angeordnet und gelesen. Diese Zeilen enden am Rand der Seiten und werden in der Schriftzeichenkette darunter fortgeführt.
Es ist essentiell, das Buch so zu halten, dass die nichtbuchbedeckelte Fläche nach rechts zeigt und der Titel gut lesbar ist, vorzugsweise in der rechten Hand. Zum Aufschlagen des Buches greift die linke Hand den Buchdeckel an der oberen rechten Ecke und zieht sie, je nach der Widerstandskrafts des Buches kräftig oder weniger kräftig, nach links. Das Umblättern der einzelnen Seiten erfordert jedoch etwas mehr Geschick: man befeuchtet den 1. und 2. Finger von rechts der linken Hand und nimmt ein paar wenige Seiten zwischen die Finger. Mit einer reibenden Bewegung bewegt man den 1. Finger (hinter den Seiten) nach oben und den 2. Finger (vor den Seiten) abwärts. So lässt sich die oberste der Seiten gut greifen und, ebenso wie der Buchdeckel, nach links ziehen.
Das eigentliche Lesen der Schriftzeichenketten (Zeilen) geht mit einer für das authentische Lesen sehr wichtigen Bewegung der Pupillen, von links nach rechts, einher. Diese Bewegung wird ( mit dem stetigen Wechsel der Zeilen nach unten) sooft wiederholt, bis man am unteren Ende angelangt ist und man noch einmal die Seite umblättern muss.
Dieser Prozess wird solange ausgeübt, wie dér Lesende Lust hat, oder das Buch dick ist.
Ist man fertig mit lesen, klappt man das Buch mit einem lauten oder weniger lauten Knall zu und verhindert so, dass die Hauptpersonen entfliehen.
Falls man noch während des Lesens durch ein lautes Geräusch oder ein Gespräch gestört wird, empfiehlt es sich, einen verärgerten Gesichtsausdruck hervorzubringen, der zwischen einem Stirnrunzeln, einem Augenbrauenzusammeziehen und einem Naserümpfen liegt.
Ich wünsche gutes Gelingen!
--Herzchen 21:13, 7. Nov 2011 (CET)
