Umkleide Nr.4

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Umkleide Nr.4

Noch bevor ich die Tür zu Umkleide Nr.4 geöffnet hatte, strömte mir auf dem kühlen Gang ein Hauch übelriechenden Pubertätsschweißes entgegen. Für den Bruchteil einer Sekunde verlor ich die Besinnung, kam aber gleich wieder zu mir und nahm allen Mut zusammen, um die Tür zu öffnen.
Das Ausmaß des Szenarios, das mich erwarten sollte, lässt sich kaum mit den Mitteln der Sprache beschreiben. Dennoch werde ich mir alle mühe geben, es zu versuchen.
Schon im Eingangsbereich der Kabine war die Luft von einem stechenden, beißenden, mir wohl bekannten Geruch erfüllt, der diesmal eine Idee weniger nach saurer Milch roch, sondern mehr die Duftnote von ranzigem Camembert besaß.Ich meinte auch einen Hauch zwiebligen Gestankes zu erriechen.
Als ich mich dazu überwunden hatte, mich zu setzen, nahm meine empfindliche Nase die ganze Fülle des Höllengestanks wahr. Das war das Letzte, was ich wahr nahm;
ich kam wieder in der Turnhalle zu mir.



Schreibprojekt 2