Texte Deutsch/Schreibprojekt 1/Frühlingsblüte
Aus HöGyWiki
Brief im Stil des Sturm und Drang
Geliebter Bruder!
Heute habe ich - ach, du kannst es dir gar nicht vorstellen! - etwas Wundervolles, Eindrucksreiches erlebt.
Ich ging müde, von der Arbeit ermattet, in den Park.
Ach! Wie belebte mich dieser Duft! Endlich ist dieser kalte, graue Schneematsch den lieblich duftenden Blümchen, mit ihren zerbrechlich filigranen, grünen Stielchen gewichen!
Oh - wie sich die zierlichen, zarten Blümchen gegen den kalten, gnadenlosen Schnee - ein Kampf wie David gegen Goliath - wehrten. Du musst es selbst erlebt haben...
Wenn du hinaus ins Freie gehst und der Pracht der blühenden Bäume gewahr wirst und das frische, satte, unverbrauchte Grün deine Seele umschmeichelt; dann zerreisst es dir das Herz vor Glück. Es ist zweifelsohne unmöglich, dieses wunderbare Naturereignis in Worte zu fassen!
Wenn du doch nur bei mir sein und daran teilhaben könntest - ...an diesem faszinierenden Schauspiel der Natur.
Ach! Ich fühle mich wie neugeboren!
In Liebe,
dein Bruder Alfred.
Geschrieben von: Tamara, Silvia, Jana, Daniel, Patrick und Simon
Warum gibt es diesen Text?
Das Schreiben dieses Textes war ein Arbeitsauftrag im Deutschunterricht der Klasse 11d (HöGy), gestellt von dem Lehrer Herr Dautel, um den Stil des Buches "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe zu verinnerlichen.
