Texte Deutsch/Schreibprojekt 1/Auf der Wiese
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Ein Brief im Stile des Werthers aus der Epoche des „Sturm und Drang"
Oh liebe Heiderose,
warum bist du nicht hier? Wenn ich hier im grünen Grase liege, wenn die Bienchen um mich summen, wenn sie von Blüte zu Blüte schwirren, wenn der Vogelgesang um mich herum erklingt und wenn ab und an ein Häschen durch mein Blickfeld hoppelt, so schaff' ich's nicht
meine Gedanken von - Ach! - deiner Schönheit abzuwenden. Oh, wenn du den Duft der Blümchen riechen könntest, der mir in die Nase steigt, wenn du das Lachen der spielenden Kinderlein hören könntest, wie sie tobend auf nacktem Fuße durch die Wiesen rennen wie das Reh im Morgentau, und wenn ich den Himmel seh', der so blau ist wie deinen wunderschönen Augen, so vermisse ich deinen lieblichen Blick, der mein Herz immerzu schneller schlagen lässt. Wenn der Wind mir eine frische Brise durch das Haar wehen lässt, vermisse ich deinen Atem mehr als ohnehin schon! Wo bist du nur, mein Sonnenlicht!?
Warum gibt es diesen Brief?
Das Schreiben dieses Briefes war ein Arbeitsauftrag im Deutschunterricht der Klasse 11d des Hölderlin-Gymnasiums Nürtingen, gestellt von Lehrer Herrn Dr. Dautel, um den Stil des Buches "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe zu verinnerlichen.

