Telm-Aufbruch ins Dorf der Alten

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Dritter Aufzug Erste Szene

Hof vor Telms Bude. Telm ist mit der Heckenschere, Hedwig mit einem Sudoku beschäftigt. Walther und Wilhelm in der Höhe spielen mit einer kleinen Armbrust.

Walther singt(Platz 1 der Schweißer Single-Charts):

Hey hunter, hey what's up?
Come and make my rabbit platt.
Go hunter,go,go ,go hunter...


Kommt getänzelt.

Ach,Braunkack. Die Schnur ist schrott. Mach sie mir Papa.

Telm: Keinen Bock. Ein schlechter Schütze hilft sich selbst, ich muss jetzt erstmal die Hecke schneiden.

Jungs gehen.

Hedwig: Die Jungs fangen früh an sich zu erschießen.

Telm: Früh übt sich, was ein Champingion werden will.

Hedwig: Ach wollte Gott, sie lernten's nie!

Telm: Wenn sie nicht als alte Knacker im Altersheim mit schlechter Altersvorsorge sterben wollen, müssen sie jetzt mal richtig Gas geben.

Hedwig: Ach, es wird keiner seine Ruhe in unserer Bude finden.

Telm: Schatz, ich kann auch nicht ständig in unserer Bude sitzen, und Sudokus lösen. Ich muss frischen Wind um die Nase haben und mich in den Wäldern rumtreiben.

Hedwig: Und an meine Furcht denkst du sowieso nie! Ich bin ja nur das arme Weib,dass zu Hause sitzen muss und die Hecke schneiden muss, weil du sie sowieso nicht geschnitten bekommst.

Telm: Nörgel nicht immer so an mir rum Frau. Wer frisch umherspäht mit gesunden Sinnen, Auf Gott vertraut und die gelenke Kraft, Der ringt sich leicht aus jeder Fahr und Not, Den schreckt der Berg nicht, der darauf geboren.

Er ist fertig und legt die Heckenschere beiseite.

Jetzt ist sie schiefer als zuvor. Aber die Heckenschere in der Bude erspart den Landschaftsarchitekten.

Nimmt die Handtasche.

Hedwig: Wo willst du denn hin?

Telm: Ins Dorf der Alten, zu meinem Alten.

Hedwig: Spinnst du?

Telm: Wie kommst du darauf Frau?

Hedwig: Die Nachbarin meiner Schwester,deren Cousine dritten Grades hat gesagt, dass auf dem Rütli etwas gegen die Vögte abgeht!

Telm: Ich war nicht mit von der Partie - doch wenn mein Telefon klingelt werd ich mich dem Lande nicht entziehen, wenn es anrufen sollte.

Hedwig: Du wirst wie immer die Drecksarbeit erledigen müssen.

Telm: Jeder bekommt was er leistet.

Hedwig: Baumgarten hast du auch aus der Patsche geholfen und hast nicht daran gedacht was mit uns passiert wäre, wenn du gestorben wärst. Von der Witwenvorsorge hätten wir nicht leben können.

Telm: Schatz, ich habe an seine Frau und Kinder gedacht.

Hedwig: Bei solchem Mistwetter über den See zu schippern.Du wurdest wohl vom Schokoriegel gebissen.

Telm: Nicht denken, sondern handeln!

Hedwig: Ja du bist gut und hilfreich, aber um dir zu helfen sind sie zu feige und machen sich in die Pampers.

Telm: Ich hoffe, dass ich nicht auf Hilfe angewiesen sein werde.

Er nimmt die Armbrust und den Rasierapperat.

Hedwig: Was willst du mit dem Rasierapperat? Lass ihn hier.

Telm: Aber du weißt doch wie schnell mir die Haare nachwachsen, vor allem auf einer Wanderung an der frischen Luft.Außerdem kann ich in der Not auch das Gestrüp aus dem Weg rassieren!

Die Jungs kommen zurück.

Walther: Papa, wo gehst du hin?

Telm: Ins Dorf der Alten, Walther, Zu Ehni - Willst du mit?

Walther: Ja,klar. Hier ist es mir zu langweilig.

Hedwig: Der Landvogt ist jetzt im Dorf der Alten. Dort gehst du nicht hin und außerdem ist es zu Hause nicht langweilig. Ich kann dir auch eines meiner Sudokus geben.Super zum Zeitvertreib und nebenbei trainieren sie auch noch die bunten Zellen!

Telm: Ach, der Landvogt geht doch noch heute.

Hedwig: Er soll erst weg sein, außerdem kann er uns nicht ausstehen, denn er hasst Leute, die nicht gegen das Gesetzt verstoßen.

Telm: Aber nur weil er ihnen nichts antun kann.


Hedwig:Woher willst du das wissen?

Telm: Vor kurzem war ich solo im Wald unterwegs, auf der Jagd.

Die Jungs wenden sich gelangweilt ab:

Da sah ich den Landvogt auf mich zukommen, unbewaffnet und ohne Gefolge. Er hatte sich im Wald verirrt und sein Navi hatte keinen Empfang mehr. Also habe ich ihm den Weg gewiesen und er hat mir nicht einmal gedankt.

Hedwig: Du hast ihn hilfsbedürftig erlebt, das wird er dir nie vergessen.

Telm: Deswegen lasse ich ihn in Ruhe.

Hedwig: Bleib heute dort weg. Geh lieber Fußball gucken oder meinetwegen auch ins Kasino, aber nicht ins Dorf der Alten.

Telm: Was fällt dir ein? Wie kannst du dich nur so ohne Ursache quälen? Ich habe versprochen dort zu sein.

Hedwig: Dann geh doch. Aber lass meinen Jungen hier.

Walther: Nein, Mama. Ich gehe mit Papa.

Hedwig: Wälti, willst du deine Mama verlassen?

Walther: Ich bring dir auch was aus dem Ein-Euro-Laden mit.

Geht mit Tellm.

Wilhelm: Mama, ich bleibe bei dir und langweile mich mit Sudokus.

Hedwig umarmt und küsst ihn: Ja, du bist mein Lieblingssohn. Willst du vielleicht ein Nutellabrot?

Sie geht ins Haus und denkt nur noch an ihr Sudoku.


--Teletubbie 25 und --TicTac --Smartie_95 09:10 Uhr, 10.Mai 2010 (CEST) - zurück zum Projekt Willihell Telm