Schiller08/Protokoll3
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Unterrichtsprotokoll der Deutschstunde vom 27.02.2008
Thema: Akt II
Im zweiten Akt eines Dramas finden sich steigernde Momente, sowie die Schürzung des Knotens. Die Handlungsfäden werden verknüpft und verschlungen, Interessen stoßen aufeinander, Intrigen werden gesponnen, Probleme und Konflikte entwickeln sich weiter, die Spannung auf den weiteren Verlauf der Handlung steigt.
1. Szene
Diese Szene spielt im Schloss, im Zimmer von Franz Moor. Schlüssig daraus wird, dass wir uns noch immer in einer adligen Welt befinden.
Der erste Teil der Szene beinhaltet einen inneren Monolog von Franz, in dem deutlich wird, dass Franz der Herr sein will und ihm dabei sein Vater im Wege steht. Innerhalb dieses Monologs findet eine Steigerung statt, welche hinstrebend zum zweiten Teil der Szene verläuft. In dieser tritt Hermann, ein „Bastard von einem Edelmann“ (siehe Personen-Verzeichnis), auf, der ebenfalls um die Hand von Amalia angehalten hatte, jedoch abgelehnt wurde, da er ein uneheliches Kind ist.
Franz will Hermann gegen seinen Vater aufhetzen, als Intrige, um ihn aus dem Weg zu räumen. Als Vergeltung verspricht Franz Hermann die schöne Amalia.
Als Franz alleine ist, kommt sein wahres Gesicht wieder zum Vorschein und es wird klar, dass er niemals vorhat, auf Amalia zu verzichten, da er sie für sich selbst begehrt.
2. Szene
Die zweite Szene steht im direkten Anschluss an die erste Szene. Sie spielt im Schlafzimmer des alten Moor, der im Schlafe sprechend von seinem Sohn Karl träumt, als Amalia an sein Bett tritt. Weiter tritt nun der Hausknecht Daniel auf, um den Fremden (Hermann) anzukündigen.
Hermann, der sich als Soldat verkleidet hat, berichtet von den letzten Taten Karls und seinem vermeintlichen Tod. Der alte Moor gibt sich nun selbst die Schuld daran. Er kann es nicht fassen, dass die Verstoßung seinen Erstgeborenen Karl in den Krieg und somit in den Tod geführt habe. Amalia ist ebenfalls zutiefst betroffen, als sie vom Tod ihres Geliebten erfährt. Franz redet während dessen noch dazu niederschmetternd auf seinen Vater ein. Auch trotz Amalias Hilfe kann der Graf diesen schweren Schicksalsschlag nicht verkraften und bricht zusammen. Da er nun tot zu sein scheint, sieht sich Franz schon als Nachfolger auf dem Thron und überlegt sich seine neue Politik, wobei sich bereits abzeichnet, dass er zu einem Tyrannen werden wird.
Am Schluss stellt sich nun die Frage, welche Auswirkungen der vermeintliche Tod des alten Moor auf den Fortgang der Handlung hat und ob dieser vielleicht noch einmal erscheinen wird.
