Schiller06/Protokoll1

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Protokoll der Deutsch-Stunde(n) vom 14. November 2006

Thema: Das Trauerspiel „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller

  • kleiner biografischer Überblick von Friedrich Schiller
  • 1.Akt Szenenanalyse
  • Verfilmung von Kabale und Liebe von Leander Haussmann

Verlauf:

AB: Biografie Friedrich Schiller (1759-1805)

Darstellung von Schillers Lebensproblematik, veranschaulicht an ein paar kurzen Erklärungen bzw. Beispielen, die die Biografie stützen:

  • Er war Arzt von Beruf, schrieb Berichte über Leichenöffnungen (Obduktionen) und sogar drei Doktorarbeiten, war aber nicht wirklich für diesen Beruf geschaffen.
  • Vater war Feldscherer (Soldatenarzt), der auch Soldaten rekrutierte
  • Schiller war nicht „uniformtauglich“: zu groß, zu blass, rothaarig
  • Er verfügte über eine geschwächte Gesundheit, er aß zu wenig, war überarbeitet, trank zu viel Alkohol...Als seine Leiche obduziert wurde, stellte sich heraus, dass sein Körper schon zu Lebzeiten ruiniert war. Diese Tatsache führte dazu, dass Rüdiger Safranski in seinem Buch über Friedrich Schiller die Vermutung aufstellte, Schiller hätte nie so lange gelebt, wenn es sein Geist nicht vermocht hätte: “Idealismus ist, wenn man mit der Kraft der Begeisterung länger lebt, als es der Körper erlaubt.“ (Rüdiger Safranski: Schiller, Hanser 2004 S. 11)
  • Er schrieb manchmal halb im Delirium und im Wahn, weshalb ihn manche Menschen für sonderbar hielten
  • 1784 wurde sein Vertrag am Theater nicht verlängert, weil die Schauspieler nicht mit so vielen Vorschriften spielen wollten (zu viel Text, zu viel vorgeschriebene Handlung)
  • 1789 wurde er Geschichtsprofessor in Jena durch J. W. von Goethe, woraus sich, trotz großer Unterschiede zwischen den beiden, ein reger wechselseitiger geistiger Austausch entwickelte (Entstehung des Begriffs Weimarer Klassik)

Goethe: gab Geld der Eltern aus, unter anderem für teure wissenschaftliche Gerätschaften, hatte nie eine Schule besucht, sondern wurde nur von Hauslehrern unterrichtet, „bekam alles geschenkt“...

Schiller: harter Alltag, musste sich immer wieder behaupten, lebte in Armut, da er nicht mit Geld umgehen konnte, musste sich alles selbst erarbeiten...


Szenenanalyse:


1.Szene:

Haus des Musikers Miller (bürgerliche Welt), Frau Miller trinkt Kaffee, Herr Miller diskutiert aufgeregt und hitzig mit ihr, es geht um die Beziehung zwischen Luise und Ferdinand. Frau Miller ist geschmeichelt, begeistert von Ferdinands Liebesbriefen, seinem Reichtum und seinem Stand, während Herr Miller überzeugt davon ist, Ferdinand nutze ihre Tochter nur aus und sieht bereits ihre Ehre verloren gehen.

2. Szene:

Der Sekretär Wurm (Zwischenfigur, da er bei Hofe als „Einflüsterer“ des Präsidenten arbeitet, aber ein Bürgerlicher ist) kommt hinzu und benennt sein Absicht, Luise heiraten zu wollen. Das würde Herr Miller schon besser gefallen, schließlich würde damit seine Tochter einen Bürgerlichen heiraten, doch Frau Miller ist wenig begeistert davon.

3. Szene:

Zu Herr und Frau Miller kommt ihre Tochter Luise mit einem Gesangbuch hinzu. In der nachfolgenden Diskussion über Ferdinand, Luise und die Liebe der beiden verspricht Luise ihrem Vater, sich nicht auf Ferdinand einzulassen, sie entsagt ihm und schafft für sich Klarheit.

4. Szene:

Nun kommt Ferdinand zu Luise, er gesteht ihr seine Liebe, erhebt totalen Anspruch auf sie, sie will ihn davon überzeugen, dass ihre Liebe keine Chance hat, doch er lässt sich nicht beirren.

5. Szene:

Ortswechsel, nun der Saal des Präsidenten: Der Präsident und der Sekretär Wurm diskutieren über Luise und Ferdinand, die Intrige gegen die beiden wird von Wurm vorbereitet.

6. Szene:

Ferdinand wird zu seinem Vater dem Präsidenten gerufen. Der Vater gibt die Verlobung des Sohnes mit Lady Milford, einer Mätresse des Fürsten, bekannt, obgleich Ferdinand sich ihm widersetzt. Dann setzt er Ferdinand unter Druck, er solle ihm alles, was er für ihn getan habe, „zurückgeben“ und die Lady, wenn auch gegen seinen Willen, heiraten.

7. Szene:

Der Präsident empfängt den Hofmarschall von Kalb, seines Zeichen ein „eitler Pfau“, der viel von Mode, Klatsch und Tratsch hält. Genau das macht sich der Präsident zu Nutze, indem er ihn beauftragt, die Intrige schnellstmöglich weiter zu verbreiten.


Protokollantin: Maike


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