Ode an die Freude

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Friedrich Schiller, Kabale und Liebe,

Zweiter Akt, Dritte Szene: Ferdinand zu Lady Milford:

„Ich liebe, Mylady - liebe ein bürgerliches Mädchen - Luise Millerin, eines Musikus Tochter.
Ich weiß, worein ich mich stürze; aber wenn auch Klugheit die Leidenschaft schweigen heißt, so redet die Pflicht desto lauter -
Ich bin der Schuldige. Ich zuerst zerriß ihrer Unschuld goldenen Frieden - wiegte ihr Herz mit vermessenen Hoffnungen und gab es verrätherisch der wilden Leidenschaft Preis -
Sie werden mich an Stand - an Geburt - an die Grundsätze meines Vaters erinnern - aber ich liebe. -
Meine Hoffnung steigt um so höher, je tiefer die Natur mit Convenienzen zerfallen ist. -
Mein Entschluß und das Vorurtheil! - Wir wollen sehen, ob die Mode oder die Menschheit auf dem Platz bleiben wird.“


Vergleiche hierzu Schillers Ode an die Freude - vertont von Ludwig van Beethoven in der 9. Symphonie, Vierter Satz:

„Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum!


Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.“
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