Lyrik/Protokoll11
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Protokoll Deutsch vom 9.12.08 -12.12.08
Thema: Romantik in verschiedenen Varianten
Unsere Aufgabe war es, Vorträge über verschiedene Varianten der Romantik zu halten. Die Themen waren: J.v. Eichendorf, Clemens Brentano, Spazieren gehen, Wanderlust und die trivial Romantik.
Trivialromantik
Als trivial (von lateinisch trivialis, „jedermann zugänglich“, „altbekannt“; enthält die Begriffe tres, „drei“ und via, „der Weg“) gilt ein Umstand, der als naheliegend, für jedermann ersichtlich oder leicht zu erfassen angesehen wird.
Somit wird die trivial Romantik als vereinfachte, für das einfache Volk zugängliche Romantik beschrieben.
Die Gruppe hatte Auszüge aus verschiedenen sogenannten Traumreisen zur Verfügung und arbeitete die hier verstandene Romantik heraus. In diesen Prospekten wird die Romantik oft so beschrieben:
- Natur: tosende See, Blumen, Strände, Meer, Küste, Felsen, vergessene Schätze, Insel, Sonne
- Kultur und Abenteuer: alt, Schlösser, Altstadt, romantische Häfen, enge Gassen, malerische Plätze, romantische Reisen, Brücken, entdecken, Spaziergang :Gefühle: Glück, dem Alltagstrott entfliehen, Idylle
Die Romantik wird hier also als Gegenwelt zur heutigen modernen Lebenswelt beschrieben.
Wandern
Das Wandern wurde im 18 Jahrhundert von den Studenten erfunden. Um 1770 wurde das traditionelle Wandern der Handwerksgesellen unterdrückt, kam aber bei den Intelektuellen in Mode. Der praktische Zweck (zum Arbeitsplatz kommen) der einen wandelte sich zum ästhetischen Vergnügen der anderen.
Die Wanderer machten eine völlig neue Landschaftserfahrung. Bei Wind und Wetter durch die Landschaft ziehen und der gottgleichen Natur so nahe sein wie nie zuvor. Auch Goethe erinnerte sich an seine jugendlichen Gewaltmärsche. Bei dieser Art von Wandern handelt es sich um eine romantische Kulturrevolution, welche das wandern als ästhetisches Naturerlebnis sieht.
Spazieren gehen
Der Wandel des Spazierengehens
- Antike: Platon ging spazieren um seine Gedanken in Schwung zu bringen
- 16./17. Jh: Spaziergang als Laster im Sinn von unterlassener Arbeit
- 18. Jh: Schriftsteller taten es den Griechen gleich, dh sie fingen an zu Spazieren
- 19. Jh: Verlust des Spazierengehens an literarischer und politischer Bedeutung.
- Spazierengehen = Vergnügen
- Spaziergang in angelegter Natur(Park)
- Park nur für die Oberschicht
- Promenaden und Parks= Laufstege
- Männer mit Stock und Hut
- Frauen sanfte und ruhige Würde und nur mit Begleitung
Das Naturverhältnis beim Spazierengehen steht im Gegensatz zu dem des Wanderns, da hier eine gewisse Distanz zur Natur bewahrt wird (die eingerichtete Natur genießen)
Clemens Brentano
Clemens Brentano war ein deutscher Schriftsteller und ein Vertreter der Frühromantik. Er war ein sehr vielseitiger Autor, welcher sich vielen Dingen widmete. Er ist vor allem für seine Märchen und dramatischen Gedichte bekannt. Das Knabenwunderhorn (1805-1808), eine Sammlung von deutschen Volksliedern, war seine Hauptleistung. Brentano wurde am 8.9.1778 in Koblenz geboren und starb am 28.9.1778. Er war katholisch und führte ein Wanderleben.
Joseph von Eichendorf
Eichendorf wurde am 10.3.1788 geboren und starb am 26.11.1857. Er war ein bedeutender Schriftsteller der Mittelromantik und besonders bekannt durch seine Novelle „ Aus dem Leben eines Taugenichts“. Der Tod seines Vaters war ein einschneidendes Erlebnis für ihn, weil er ihn aus der wohlbehütenden Adelsfamilie herausholte.
Gedichte von Clemens Brentano, J.v. Eichendorff und Heinrich Heine
- Annäherung an Liebesgedichte der Romantik
- Äußere Form: - Rahmenkonstruktion bewusst konstruiert-> Ordnung- 4 zeilige Strophen->typische Volksliedstrophe, im Stile des einfachen Volkes, viele Strophen-regelmäßige Metren *schlichter Sprachgestus: einfacher Wortschatz-wiederkehrende Motive und Klänge
- Metrum und Klang: -einfache Reime-Wiederkehr von Klängen- Wiederholungen
- romantisches Szenario: Nacht- Nachtigall-Mond-Mondschein-alleine sein-Sommer-Frühling- Traum-Schwur-Treue *Szenario: einfache Welt der Handwerker-Spinnerin-Müllerin- Gesellen(vorindustriell)
- Wirklichkeitsbezug: Rückschau-Vergangenheit-Innenschau-Verklärung-Verzauberung, so wird zB. In „der Spinnerin Lied“ das Leben einer Spinnerin als schön dargestellt, was es definitiv nicht war.
