Kleist08/Preußen1810

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Die Situation Preußens 1810 war hauptsächlich durch den 1806 verlorenen Krieg gegen Frankreich geprägt.

Die Entscheidung führte Napoleon in den Schlachten von Jena und Auerstedt herbei, in denen er die Preußen und ihre Verbündeten endgültig besiegte.

Durch die kampflose Kapitulation Preußens und die Flucht von König Friedrich Wilhelm III. ins Exil nach Ostpreußen wurde dies von der Bevökerung als Kollabaration mit Frankreich angesehen.

Ein Hauptgrund für die Niederlage Preußens war das politische System, was zu den Reformen nach 1806 führte, die eine Aufbrechung des absolutistischen Systems zur Folge hatten. Sie beinhalteten bis dahin in Preußen undenkbare Mitbestimmungsrechte der Bürger und die Abschaffung der Leibeigenschaft, waren also eine Stärkung der persönlichen Freiheit der Bürger.

Eine logische Folge der größeren persönlichen Freiheit war eine Vergrößerung der Unternehmensfreiheit, was vor allem an der freien Berufswahl und die Abschaffung feudaler Pflichten für die Bauern gut erkennbar ist.

Dies waren jedoch nicht die einzigen wirtschaftspolitischen Veränderungen. Auch die Abschaffung des Zünfterechts, die bislang ein unternehmerisches Monopol auf das Gewerbe hatten, war eine einschneidende Veränderung in der Gesellschaft.

Jedoch erwuchsen aus den Neuerungen nicht nur positive Folgen, es nahm die Armut zu.

Des Weiteren wurde eine Heeresreform ausgelöst, die eine Beseitigung der gesellschaftlichen Schranken innerhalb des Heeres vorsah, wodurch nun auch Bürger oder Bauern in den Offiziersstand gelangen konnten und dies nicht mehr nur für den Adel möglich war.

Wenn man nun zusammenfassend alle Aspekte berücksichtigt, kommt man zu tiefgreifenden Veränderungen gegenüber der absolutistischen Herrschaftsweise, die auch gesellschaftlich große Auswirkungen hatte.

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