Kafka09/Prozess:Kapitel 9
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Kapitel: Im Dom
Zeitangaben und Handlungsorte
Handlungsverlauf
S.143 bis 155
Josef K. kommt zur Erkenntnis, dass sein Fehlen im Büro von Unbefugten dazu ausgenutzt werden könnte, seine Unterlagen nach Fehlern zu durchsuchen und ihm Parteien abspenstig zu machen.
Den Auftrag des Direktors, einem italienischen Geschäftsfreund der Bank die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu zeigen, nimmt er trotz Unbehagen an, da er zu dem Schluss kommt, dass sein Ablehnen dem Direktor-Stellvertreter verdächtig vorkommen müsste und diesen erst recht dazu animiere, K.s Unterlagen zu durchsuchen.
Der Italiener erscheint in der Bank und verabredet sich mit K. um 10 Uhr am Dom, da er die Tour lieber auf eine Sehenswürdigkeit beschränken möchte, anstatt durch die Stadt zu hetzen. Bei der Unterhaltung des Italieners mit dem Direktor fällt K. auf, dass er auf Grund des Akzentes des Italieners keines seiner Worte versteht.
K. erscheint pünktlich zum Glockenschlag am Dom, vom Italiener ist jedoch nichts zu sehen.
Der eingesetzte Regen lässt zwar bereits nach, trotzdem ist es feucht, kühl und dunkel.
Der Italiener erscheint nicht mehr und K. sieht das einerseits als unhöflich, andererseits auch als klug an, da sie zu dieser späten Stunde im Dom nichts hätten erkennen können. Im Dom bemerkt K. einen Kirchendiener, der ihn beobachtet und mit einer Hand in eine bestimmte Richtung zeigt. Um ihn zu ärgern vermeidet K. es, dort hinzusehen und geht stattdessen auf ihn zu, was diesen dazu veranlasst, zu flüchten. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd lässt K. von ihm ab und bemerkt eine kleine Kanzel, die ihm nur dadurch auffällt, dass ein, normalerweise nur zur Ankündigung der Predigt, entfachtes Licht diese erhellt. Tatsächlich wird diese von einem Geistlichen bestiegen, der Josef K. zu sich ruft, als dieser den Dom zu verlassen versucht.
Er stellt sich ihm als Gefängniskaplan vor und teilt ihm mit, dass es schlecht um ihn und seinen Prozess stehe. K. teilt ihm seine Erfahrungen mit, worauf der Kaplan ihn anschreit, ob er denn keine zwei Schritte weit sehe. Dem folgt ein langes Schweigen.
S.155 bis 162
Er begegnet einem Gefängniskaplan, welcher von K.s Prozess weiß. K. erhofft sich wichtige Neuigkeiten zum Gerichtswesen und zu seinem Prozess.
Daraufhin erzählt der Pfarrer ihm die Parabel "Vor dem Gesetz" (S.155-157). (Türhüterparabel: "Mann vom Land" versucht vergeblich den Eintritt in das Gesetz zu erlangen, das von einem Türhüter bewacht wird.)
Schließlich diskutiert K. mit dem Kaplan über die Deutung der Parabel. Der Kaplan versucht damit K. seine eigene Situation vor Augen zu führen. K. erlangt jedoch keine nützliche Erkenntnis und sieht keine Parallelen zu seiner eigenen Situation. Nach dem Gespräch mit dem Gefängniskaplan wirkt K. orientierungslos (S.161) und verlässt niedergeschlagen und verwirrt den Dom (S.162).
Deutungen: Auffällige Bezüge, Motive, Symbole, Wendepunkte?
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