Kafka09/Prozess:Kapitel 10

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Kapitel 10: Ende

Zeitangaben und Handlungsorte

  • Genau ein Jahr nach seiner Verhaftung, es ist Nacht
  • K.'s Zimmer, menschenleerer Platz, Gassen, Felder, Steinbruch

Handlungsverlauf

„Am Vorabend seines einunddreißigsten Geburtstages“ wird K. von zwei schwarz gekleideten Herren abgeholt, sie reden fast nichts und nehmen ihn, der sich ebenfalls schwarz gekleidet hatte, in ihre Mitte. Auf ihrem Weg durch die Stadt meint K. das Fräulein Bürstner zu sehen. Er ist sich nicht sicher, es ist ihm auch nicht mehr wichtig, er beschließt keinen Widerstand zu leisten und sie gehen "nun in vollem Einverständnis" (S. 164) den Weg aus der Stadt hinaus in einen Steinbruch. Es scheint, als hätten sie diesen Weg K. selbst überlassen, der nicht mehr den Eindruck eines "begriffsstutzig(en) Mensch(en)" machen möchte, der aus dem einjährigen Prozess nichts gelernt hat. (br /> Im Steinbruch suchen sie eine geeignete Stelle aus, legen sich K. zurecht und durchbohren ihn mit einem Fleischermesser. „’Wie ein Hund!’ sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben. (S.166)

Deutungen: Auffällige Bezüge, Motive, Symbole?

Deutlich wird der Handlungsbezug zum ersten Kapitel, der Verhaftung; nun allerdings ergibt sich K., (s)einer Schuld bewusst, in sein Schicksal - oder Urteil. Er leistet keinen Widerstand und akzeptiert das Todesurteil. Mehr noch: Es kommt ihm der Gedanke, dass es "seine Pflicht gewesen wäre, das Messer ... selbst zu fassen und sich einzubohren." (S.166) Und wieder sind die Ereignisse nicht ohne Beobachter: Wer war es?
K. stirbt mit vielen offenen Fragen, denselben Fragen, die er das ganze Jahr hindurch erfolglos zu klären versucht hatte.


Verantwortlich: K.D.


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