Goethe10/Protokoll1
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Protokoll vom 13.4.2010
Goethe, Faust Teil 1
Aufbau:
- Zum Arbeitsblatt
- Zum Leseeinstieg
- Prolog im Himmel
1. - die Menschenbilder
Zum Arbeitsblatt:
Die Geschichte von Dr. Faustus beruht auf einer wahren Geschichte, Dr. Faustus war Astrologe, Chiromant, Alchimist und Heilkundiger.
Das Volksbuch endet damit, dass Faust vom Teufel "heimgesucht" wurde und starb. Es hatte den Zweck eines Moralbuches, welches die Menschen davon abringen sollte, sich mit dem Teufel einzulassen, da sie sonst ein gleiches Schicksal erwartet.
1587 war der 1. Druck der Tragödie, wurde ein Bestseller.
Dann ging die Tragödie nach England und kam mit dem Puppenspieler zurück nach
Deutschland und Goethe hat in der Zeit des Sturm und Drang den Faust-Stoff wieder aufgenommen und hat ihn stark verändert:
Bei Goethes Faust wird Faust im Vergleich zu anderen Ausgaben nicht vom Teufel geholt. Faust wird auch nicht als schlechte Person dargestellt, sondern als ein Denker, dieses Bild von Faust ist auf die Zeit des Sturm und Drangs zurückzuführen.
Goethe machte sich den Faust zum Lebenswerk und arbeitete über 60 Jahre daran.
Zum Leseeinstieg: Prolog im Himmel:
Der „Prolog im Himmel“ wurde nachträglich von Goethe der Tragödie vorgestellt und erinnert sehr stark an die Hiobsgeschichte aus der Bibel, in welcher Gott mit dem Teufel um die Seele eines einfachen Bauern wettet.
Die Szene spielt in einem christlichen Himmel, welchen wir uns in der nachfolgenden Stunde versucht haben bildlich vorzustellen.
Die beteiligten Personen sind die 3 Erzengel, Mephistopheles und der Herr.
Die Menschenbilder des Herrn und Mephistopheles sind unterschiedlich, doch jeder der beiden möchte sein Menschenbild als das richtige haben, schlussendlich beschließen die beiden eine Wette, deren Gegenstand Faust ist. Die Wette besteht darin, dass der Herr Mephisto den Versuch erlaubt, Faust zu beeinflussen, um ihn vom rechten Weg abzubringen!
Die Menschenbilder:
- -Gott: Laut Gott ist der Mensch ein Wesen das immer nach höherem strebt, er weiß genau das, was er wissen muss. Durch dieses Wissen gelangt er immer auf den rechten Weg.
- -Mephistopheles: Mephisto hält den Menschen für ein Tier, welches mit dem Instinkt und nicht mit der Vernunft handelt. Er hat nicht den offenen Blick für die Welt und beschäftigt sich mit den kleinen Dingen. Dadurch wird er immer am Boden kleben bleiben und nie höher hinaus kommen.
