Fontane07/Duell
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Das Duell
- Die Hauptzeit von Duellen war das 18. und 19. Jahrhundert.
- Auslöser für ein Duell war eine Beleidigung der Mannesehre, also eine öffentliche Demütigung, wie z.B.: durch verbale Beleidigung oder Herabsetzung aber auch durch einen tätlichen Angriff, sowie eine allgemeine Verletzung der "Mannes-Ehre". (vgl. Effi Briest)
- Ziel eines Duells war die Satisfaktion des Beleidigten, die durch die auslösende Aktion notwendig wurde.
- Bevor es zu einem Duell kam, wurden von jeder Duellpartei jeweils ein oder zwei Sekundanten eingeschaltet, welche die Aufgaben hatten, eine friedliche Lösung des Konfliktes herbeizuführen und wenn dies unmöglich erschien, die Regeln des Duells festzulegen. (Waffen, Anzahl der Schüsse, Ablauf, etc.)
- Wegen des herrschenden Duellverbots wurde der Austragungsort meist geheim gehalten und das Duell meiste in den frühen Morgenstunden an einem abgelegenen Ort ausgetragen.
- Neben den Duellanten waren deren Sekundanten, ein Arzt und eventuell noch ein Unparteiischer anwesend.
- Die Regeln und der Ablauf des Duells war von den ausgemachten Bedingungen der Sekundanten abhängig, welchen weitgehend freie Hand gegeben wurde. Jedoch hing die Schärfe der Bedingungen von der Schwere der Beleidigung ab.
- Das Ergebnis eines Duells wurde anschließend exakt zu Papier gebracht und protokolliert.
Quelle: www.wikipedia.de
- Im deutschen Reichsstrafgesetzbuch von 1871 war der Zweikampf mit tödlichen Waffen von vornherein als Sondertatbestand mit geringerer Strafandrohung definiert: mit Festungshaft (dies war eine besondere Form der Freiheitsstrafe, die im Gegensatz zur Gefängnisstrafe nicht als entehrend galt) zwischen drei Monaten und zehn Jahren. Bei der Durchsetzung dieser Verbote kam es jedoch eher weniger zur Verhängung einer Strafe, da die Angehörigen der (Militär-)Gerichtsbarkeit und der Regierungen sich dem zugrunde liegenden Ehrenkodex selbst verpflichtet fühlten.
- Siehe hierzu auch die Protokolle zu Kapitel 27: Innstetten, Wüllersdorf und die Frage: Muss es sein?
- sowie die exemplarische Interpretation des entscheidenden Dialoges.
